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Archiv der Kategorie ‘Aktuell’

Ein großer Schritt – Bereit für den Kindergarten?

08 Feb

Alena Ozerova@fotolia.com

Nicht nur für die Kinder ist der bevorstehende erste Tag im Kindergarten ein wichtiger Schritt. Auch für die Eltern heißt dies, loslassen und die Aufsichtspflicht in fremde Hände geben. Vielen Eltern fällt dieser große Schritt in den ersten Tagen sehr schwer. Die Kinder dagegen lernen ab diesem Punkt eine neue Freiheit kennen, die ebenfalls unterschiedlich aufgenommen wird.

Der Einstieg in den Kindergarten sollte lange geplant werden. Nicht nur für die Eltern beginnt die Vorbereitung mit der Suche und der erhofften Zusage auf einen der wenigen Kindergartenplätze, sondern gleichzeitig muss das Kind auf die große Veränderung rechtzeitig vorbereitet werden. Anhand von Bilderbüchern, Gesprächen mit befreundeten Kindern, die schon im Kindergarten sind oder der Vorabbesuch der neuen Kita können die Weichen für den ersten Besuch gestellt werden. Das Kind sollte verstehen, warum es jetzt Zeit für die Kita wird. Wer das Gespräch sucht, sollte dabei Acht geben, dass nicht der Musst-Zustand betont wird. Es sollte dem Kind vermittelt werden, dass es nun mit anderen Kindern spielen darf und eine wichtige Aufgabe ist, den Kindergarten zu besuchen. Möglicherweise ist die Vermittlung mit dem Vergleich “Deine Aufgabe, meine Aufgabe” ein geeigneter Versuch.

Stück für Stück sollte die Abnabelung erfolgen. Eltern können in den ersten Tagen für ein paar Stunden in der Nähe des Kindes bleiben und diese Stundenanzahl von Tag zu Tag drosseln. Auf diese sanfte Art wird der Abschiedsprozess nicht zu abrupt ausgelöst. Natürlich wird es ohne Weinen und Tränen nicht gehen. Zeigen Sie dafür Verständnis! Dem Kind wird dieser Schritt sehr schwer fallen und Eltern sollten dies auch nicht mit dem Zeitdruck abtun. Nach der Eingewöhnungsphase in der neuen Kita-Gruppe wird sich der Prozess nicht bzw. selten wiederholen.

Als besondere Tipps für den Einstieg in den neuen Lebensabschnitt lassen sich folgende Punkte festhalten, damit die Erfahrungen nicht kollidieren.
Der erste Besuch im Kindergarten sollte nicht mit anderen Ereignissen zusammenfallen. Eltern sollten sicher gehen, dass an diesem Tage kein berufliches Großereignis, private Veränderungen oder Besonderheiten auftauchen. Das Kind und die Eltern müssen sich an diesem Tag rein auf den Kindergarten konzentrieren können.
Um den Kind etwas Bekanntes mitzugeben, sollte es sich für die erste Zeit ein Lieblingsspielzeug aussuchen, was es mit in den Kindergarten nehmen kann. Dies erzeugt Vertrautheit. Auch die zeitliche Regelung, um welche Uhrzeit es bei den Erziehern abgegeben wird, sollte als Fixpunkt etabliert werden.
EIndrücke des Tages sollten immer ausgewertet werden beziehungsweise in einem Gespräch auf dem Nachhauseweg erzählt werden. Auch wenn es nur um Spiele und Malen geht, zeigen Eltern auf diese Weise Interesse am Tag des Kindes.
Wenn sich Freundschaften entwickeln, sollten Eltern diese auch fördern. Der Besuch bei Kindergartenfreunden oder die Einladung ins eigene Heim ist dabei sehr ratsam, damit die Kinder auch außerhalb der Kita oder am Wochenende ihre Freunde um sich haben können.

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Frankfurts Stadtteil Heddernheim

13 Jan

Im Nordwesten der Stadt Frankfurt am Main liegt der Stadtteil Heddernheim, indem ca. 16000 Menschen beheimatet sind. 1910 wurde das Heddernheimer Gebiet in die Stadt eingemeindet. Bekannt ist Heddernheim vor allem durch seine Metallverarbeitung und aufgrund der Karnevalbegeisterung seiner Einwohner.

Wirtschaft Heddernheims

Die einst von den Römern gegründete Stadt (Nida hieß sie damals) wurde mit der Kupferverarbeitung groß, die 1827 begann. Damals spielte vor allem das Heddernheimer Kupferwerk und die Süddeutsche Kabelwerk AG eine Rolle. Durch die Wirtschaftskrise gingen beide in den Vereinigten Deutschen Metallwerken auf, denn die gegenseitige Konkurrenz konnten sich die Unternehmen während der Krise nicht leisten.

Zur Blütezeit der Heddernheimer und gesamt-Frankfurter Metallverarbeitung arbeiteten rund 21000 Menschen in der Fabrikation. Im zweiten Weltkrieg spielte der Wirtschaftszweig in der Rüstungsindustrie eine gewichtige Rolle. Vor allem Verstellpropeller für Kampfflugzeuge wurden für die Wehrmacht produziert.

Auch nach dem Krieg bis in die 70er Jahre war die metallverarbeitende Industrie ein großer Arbeitgeber in der Region. Mit dem Strukturwandel wurde Heddernheim allerdings weitgehend deindustrialisiert.

Heute hat Heddernheim eine große Müllverbrennungsanlage (Nordwest) und mit dem Nordwest-Einkaufszentrum das größte Einkaufszentrum Deutschlands. Hier gibt es alles zu erwerben, was das Herz begehrt. Natürlich kaufen hier nicht nur Heddernheimer ein, sondern neben den restlichen Frankfurtern viele Menschen aus Hessen und aus anderen Bundesländern.

Kultur

Heddernheim kann viele Vereine, die sich mit Kultur, z.B. Musik, beschäftigen, vorweisen. Zu nennen sind hier beispielsweise das Akkordeon-Orchester Heddernheim, welches schon seit 1954 besteht. Auch die Chorgemeinschaft Heddernheim ist eine Erwähnung wert, ebenso wie der Musik- und Fanfarenzug FFM-Heddernheim. Heddernheim besitzt natürlich auch eine Bibliothek und verschiedene Konzert-Hallen. Es bleibt festzuhalten: Viele Menschen aus der Nordwest-Siedlung von Frankfurt beschäftigen sich mit kulturellen Dingen und fördern damit nicht nur den Zusammenhalt, sondern auch die Jugend.

Karneval in “Klaa Paris”

Wie fast überall in der Region Frankfurt sind auch die Heddernheimer begeisterte Faschings-Anhänger. Schon ab dem Jahre 1839 kann man das Feiern des Karnevals in Frankfurt-Heddernheim nachweisen. Unter den Narren heißt Heddernheim auch “Klaa Paris”. Dies ist durchaus als Kompliment zu verstehen. Auch einer der bedeutensten Karnevalsvereine aus FFM-Heddernheim benennt sich nach dem Vergleich mit der französischen Metropole, nämlich die Zuggemeinschaft Klaa Paris e.V.

Der älteste Karnevals-Verein aus Frankfurt, sitzt auch im Nordwesten der Stadt, dies ist der Heddemer Käwwern e.V. Ein sehr vitaler Verein, der neben den Karnevalsumzügen auch an der Zeltkerb teilnimmt und Angebote für Jugendliche, z.B. Zeltlager bereitstellt.

Der Karneval ist für viele Heddernheimer ein Lebensgefühl: immer gerade aus und das mit viel Lebenslust.

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